Anna Bludau-Hary – lichte Schatten – Papierobjekte und Installationen
7. September bis 7. Oktober 2018
Die Künstlerin Anna Bludau-Hary lebt seit vielen Jahren in Worms. Papier ist ihr Material, ein zweidimensionales Medium, das sie in dreidimensionale Formen verwandelt. Dabei handelt es sich meist um feines, fast transparentes, handgeschöpftes Washi-Papier aus Japan, das mit Hilfe von Kleister und Draht in feste Form gebracht wird. So entstehen sehr ästhetische, meist organisch anmutende Objekte. Sie sind bizarr und doch sehr schön und geheimnisvoll. Sie spielen poetisch mit Innen und Außen, dem Licht und seinem Schatten. Es erscheint ein Katalog. Gefördert durch die Sparkassen-Versicherung.
Mit dem namhaften Bildhauer Josef Lang präsentieren die Nibelungen-Festspiele und der Kunstverein Worms erneut einen klassischen Holzbildhauer, der mit seinen kolossalen Skulpturen beeindruckt. 1947 in Bad Tölz geboren und an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert, lebt er heute in München und in Denklingen (Kreis Landsberg a. Lech). Seine mystisch anmutenden Figuren werden grob mit der Kettensäge geschaffen und anschließend meist farbig gefasst. Sie zeigen starke Männer und holde Frauen, die sich assoziativ mit den Figuren des Nibelungenliedes verbinden lassen, mit den Riesen Fafner und Fasolt, Krimhild oder den Rheintöchtern. Neben einer großen Figur am Bahnhofsvorplatz zeigt die Ausstellung im Kunstverein auch kleinere und feinere Figuren, Landschaften und abstrakte Arbeiten.
Der Kunstverein Worms e.V. erhebt, verarbeitet und nutzt von seinen Mitgliedern folgende personenbezogene Daten: Name, Anschrift, E-mail Adressen, Bankverbindung sowie vereinsbezogene Daten für die Einordnung der Mitgliedschaft (Einzelpersonen, Paare, Künstler, Firmen) und sonstige vereinsbezogenen Daten (z. B. Datum Eintritt/Austritt, Teilnehmer an Kunstreisen). Diese Daten werden mit Hilfe eines Datenverarbeitung Systems EDV für die Dauer der Vereinsmitgliedschaft gespeichert und zur Verwaltung und Betreuung der Mitglieder sowie für vereinsbezogene Aktionen und Veranstaltungen genutzt. Die Einladungen zu Vernissagen, Kunstreisen u.a. Veranstaltungen des Kunstverein Worms e.V. werden nur an Interessenten geschickt, die eine ausdrückliche persönliche Zustimmung dazu erteilt haben. Eine anderweitige Verwendung Ihrer Daten findet nicht statt. Eine erklärte Einwilligung zur o. g. vereinsbezogenen Verwendung der genannten Daten kann jederzeit schriftlich gegenüber dem Kunstverein Worms e.V. widerrufen werden.
Ingrid Rodewald studierte 1999-2004 Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Sie lebt und arbeitet in Straßburg. Ihre Bilder sind Collagen aus Papier. Druckfrische Werbeplakate mit Fotomotiven werden zerrissen und wie ein Puzzle malerisch zusammenfügt. Der Dekonstruktion folgt eine neue Konstruktion. So entstehen meist urbane Landschaften, die als visionäre Veduten gleichermaßen befremdlich wie faszinierend erscheinen.
Der 1964 geborene Maler Gerhard Rießbeck studierte Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und lebt heute in Bad Windsheim/Franken. Seit Mitte der 1990er Jahre zieht es ihn auf zahlreichen Reisen immer wieder in den Norden – nach Island, Spitzbergen oder Grönland. Hier vertiefen sich auf langen Wanderungen arktische Landschaftseindrücke in ihren besonderen Lichtstimmungen. Zu Hause im Atelier entstehen so menschenleere Winterlandschaften in einem naturgemäß kühlen Kolorit, die von Einsamkeit und einer durchaus romantischen Weltflucht erzählen. Hinzu treten surreale und abstrakte Motive, die die reine Naturschilderung überwinden und die Bilder sehr geheimnisvoll erscheinen lassen.
Eine Ausstellung des Kulturnetzwerks Osthofen e.V. in Kooperation mit dem Kunstverein Worms.
Vernissage Samstag 3. 2. um 16 Uhr.
Begrüßung: Inga May und Dr. Klaus Döll
Einführung: Kay Heymer, Düsseldorf
Öffnungszeiten: Sa + So 15-18 Uhr
Die in Heidesheim geborene Osthofener Malerin Luise Kurtz gehörte zur ersten Generation von Frauen, die eine professionelle künstlerische Ausbildung genoss. Sie lernte bei Edmund Kanoldt, Friedrich Kallmorgen (beide Karlsruhe) und Peter Paul Müller (München). Ihre Ausbildung erlaubte es ihr, in verschiedenen Stilrichtungen zu malen, die sich zwischen Realismus und Spätimpressionismus bewegen. Es entstanden überwiegend Landschafen und Stillleben. Ihre Werke gelangten nicht in öffentliche Sammlungen. Umso mehr freut sich das Kulturnetzwerk Osthofen e. V., dank einer Vielzahl von Leihgebern in Kooperation mit dem Kunstverein Worms e. V. in der ersten Ausstellung seit über vierzig Jahren der Öffentlichkeit eine Werkschau mit gut dreißig Gemälden von Luise Kurtz präsentieren zu können.
am Samstag 09.12., Sonntag 10.12. sowie am Samstag dem 16.12. jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Wir freuen uns, Ihnen auch in diesem Jahr viele qualitätsvolle Kunstwerke des 16. bis 21. Jahrhunderts anbieten zu können. Schon jetzt wurden uns einige sehr interessante Stücke anvertraut. Neben dekorativer Graphik mit alten Stadtansichten von Worms (unter anderem Braun und Hogenberg, Sebastian Münster) finden Sie Arbeiten von Künstlern aus der Region sowie Werke der klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst. Exemplarisch seien nur Namen wie Barlach, Chagall, Grosz, Heckel, Picasso, Poliakoff, Sigmar Polke und Gerhard Richter genannt.
Sollten auch Sie sich von dem ein oder anderen Kunstwerk trennen wollen, das wir interessewahrend für Sie an diesen Tagen anbieten, sind wir ab sofort gerne zu den Öffnungszeiten (samstags und sonntags 15 – 18 Uhr) unserer aktuellen Ausstellung „Nepal Aftermath” von Johannes Schembs für Sie da, um Ihr Werk anzunehmen und einen Preis festzulegen, der Ihnen bei einem Verkauf umgehend ausgehändigt wird. Über eine anteilige Spende für unsere Arbeit sind wir Ihnen dankbar.
Der 1988 in Worms geborene Johannes Schembs, Sohn einer bekannten Wormser Künstlerfamilie, studierte Fotografie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und der Hochschule Darmstadt. Der Kunstverein Worms präsentiert nun seine Diplomarbeit nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums. Sein Thema ist Nepal, ein faszinierendes Land, das Johannes Schembs 2016 bereist hat. Hier dokumentierte er the aftermath, die Nachwirkungen zwei Erdbeben, die das Land 2015 erschütterten. Wie es zu dieser Anteilnahme und dem ganzen Projekt kam, beschreibt der Künstler in einem eigenen Text im Katalog zur Ausstellung. Das Ergebnis ist eine eindrucksvolle Serie von Bildern, die das Leben der Menschen aufzeigt, ihre soziale Not und Armut, die durch die Naturkatastrophe noch schlimmer geworden sind. Kinder haben ihre Eltern verloren, einige leben nun in einem Waisenhaus nahe der Hauptstadt Katmandu, dem Johannes Schembs besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat. Doch die Kinder haben ihr Lächeln nicht verloren. Viele schauen stolz und mutig in die Kamera. An den Wänden der Schule prangen Schriftzüge, die zur Hoffnung aufrufen. Auch die Älteren leben ihr Leben weiter, bauen die Ruinen wieder auf, pflanzen kleine Gärten, pflegen ihre religiösen Bräuche und leben ihre Kultur. Und darüber thronen die mächtigen Berge des Himalaya, die schon seit Jahrtausenden immer wieder stumme Zeugen menschlicher Schicksale sind.
Der 1978 in Ludwigshafen am Rhein geborene und ebenda lebende Bildhauer Immanuel Eiselstein studierte an der Hochschule für Bildende Kunst, Städelschule Frankfurt am Main, war Gaststudent von Fabrizio Plessi an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist Meisterschüler von Hermann Nitsch. Seine meist farbigen Stahlplastiken sind in der Regel aus einer einzigen Stahlplatte geschnitten und geschweißt, scheinen wie aus Papier gefaltet und erobern sich dreidimensionale Körper und Raumvolumen. So entstehen kubistisch anmutende Plastiken, die einer abstrakten Ästhetik folgen aber auch figurative oder ornamentale Assoziationen erlauben.
Mit dem 1971 in Stuttgart geborenen und heute im Schwarzwald lebenden Künstler Lars Zech präsentieren die Nibelungenfestspiele und der Kunstverein Worms einen klassischen Holzbildhauer, der mit seinen Ausstellungen schon in Paris, London, Mailand, New York und Tokio erfolgreich war. Sein Werkzeug ist die Kettensäge, ein eher brachiales Gerät, das Lars Zech jedoch mit großem Feingefühl zu führen versteht. Der massive Holzklotz wird durch unzählige Schnitte in Lamellen zersägt, die dem schweren Holz eine überraschende Leichtigkeit verleihen. So entstehen gleichermaßen archaisch wie sehr ästhetisch anmutende Köpfe. Ihre Lamellen erscheinen wie die Seiten eines sehr alten Buches und geben dem toten Holz sein Leben zurück.