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KRIER und BOLLANSKI

Klaus Krier & Bollanski

KRIER und BOLLANSKI im Kunstverein

  • Klaus Krier

  • Bollanski

Titel der Ausstellung: Klaus Krier und Bollanski
Künstler: Klaus Krier, Bollanski
Ort der Ausstellung: Kunstverein Worms
Zeitraum der Ausstellung: 12. September 2025 bis 19. Oktober 2025

Vernissage: 12. September um 18:30 Uhr

Der in Worms lebende und tätige Künstler Klaus Krier konnte in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiern. Dies nimmt der Kunstverein Worms zum Anlass, um vom 13. September bis 19. Oktober 2025, eine Ausstellung mit Werken Kriers zu präsentieren.

Klaus Krier lädt die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung zur Beschäftigung mit Gemälden und Zeichnungen ein, die um ein zentrales Thema seiner künstlerischen Arbeit kreisen und das er mit „Ecce homo – Sehet den Menschen“ betitelt.

Die Auseinandersetzung Kriers – in allen denkbaren Facetten – mit dem Bild des Menschen als existierendes Wesen, zieht sich wie ein „roter Faden“ durch seine gesamte Schaffenszeit. Für die Ergebnisse ist hierbei seine Fähigkeit entscheidend, auf die Erscheinungen in der Welt neugierig zu sein und zu bleiben, was Kriers Bilder immer wieder aufs Neue mit einem hohen Maß an Aktualität ausstattet. Daher verfügen seine Arbeiten über eine Anmutung, die sie unmißverständlich als zeitgenössische Kunst ausweisen. So schrieb der französische Philosoph, Schriftsteller und Kritiker Roland Barthes: »[…] das Moderne [oder das Zeitgenössische, R. S.] ist die Schwierigkeit, aktiv die Veränderungen der Zeit zu verfolgen, nicht nur auf der Ebene der großen Geschichte, sondern im Innern dieser kleinen Geschichte, deren Maßstab die Existenz eines jeden Einzelnen von uns ist.«[1] So zeigt Klaus Krier den Betrachterinnen und Betrachtern in der Ausstellung des Kunstvereins Worms seine Kunst, »deren Maßstab die Existenz eines jeden Einzelnen von uns ist«.

Ergänzend zeigt die Ausstellung Arbeiten, die sich dem Bereich der sogenannten angewandten Grafik zuordnen lassen. Es ist eine Auswahl zu sehen, die von Klaus Krier in einer bislang nahezu 30-jährigen Zusammenarbeit mit seinem Freund und Kollegen Richard Schimanski erarbeitet wurden. Hier reicht das Spektrum von Plakaten, über Erscheinungsbilder bis hin zu ausgewählten Kunstprojekten für den öffentlichen Raum.

Darüber hinaus ist Richard Schimanski, der seine künstlerische Arbeit unter dem Pseudonym Bollanski präsentiert, an der Ausstellung mit einigen seiner neuesten Zeichnungen beteiligt.

[1] Roland Barthes anlässlich der Verleihung des Archiginnasio d‘oro der Stadt Bologna an seinen Freund, den italienischen Filmregisseur Michelangelo Antonioni. Hier zitiert nach: Roland Barthes, »Lieber Antonioni«, in: Michelangelo Antonioni, Reihe Film 31, hrsg. von Peter W. Jansen und Wolfram Schütte, München und Wien 1984, S. 65–70.

Begrüßung: Dr. Klaus-Michael Döll
Einführung: Dr. Richard Schimanski M.A.

Adresse des Ausstellungsorts: Renzstr. 7-9, 67547 Worms
Öffnungszeiten: Sa & So 15 – 18 Uhr

vorherige Ausstellungen

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Akteure ohne Scheinwerfer – Plastiken von Birgit Feil

Plastiken von Birgit Feil

Akteure ohne Scheinwerfer

  • 250627_KunstvereinWorms-003-Brigitte-BirgitFeil

  • 250627_KunstvereinWorms-005-Thomas-oder-Was-bleibt-BirgitFeil

  • 250627_KunstvereinWorms-004-Flo-BirgitFeil

  • 250627_KunstvereinWorms-002-Susanne-oder-Was-bleibt-BirgitFeil

  • 250627_KunstvereinWorms-001-Lockdown-BirgitFeil

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  • 250627_KunstvereinWorms-003-Brigitte-BirgitFeil

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Vernissage: 27. Juni 2025 um 18:30 Uhr

28. Juni 2025 bis 10. August 2025

Sie stehen auf einer Bühne, der Bühne des Lebens. Wie herausgelöst aus einer alltäglichen Situation verharren sie mitten im Moment ihres Tuns, ihres Denkens. In den Figuren der Künstlerin Birgit Feil finden sich all jene wieder, denen man Tag für Tag auf der Straße begegnet, die ihre unzähligen Geschichten in sich tragen und diese in Ihrer Gestik, in ihrer Mimik widerspiegeln. Ganz ohne Pathos sind sie „Akteure ohne Scheinwerfer“.

Anfänglich, beim Beginn dieser intensiven Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur waren es immer wieder Begegnungen, in Cafés, in der Straßenbahn, auf dem Wochenmarkt, die der Künstlerin in Erinnerung blieben oder die sie in Fotografien festgehalten halt. Heute kommen die Gestalten, die Charaktere von Bernd, Susanne und all den anderen aus dem kreativen Wirken, aus der Erfahrung mit dem Material und der außergewöhnlichen Fähigkeit Birgit Feils die Individualität jedes Einzelnen auf den Punkt zu bringen.

Der Schaffensprozess beginnt meist in Ton, es ist wie ein erstes Formulieren, ein Herandenken, das sich nach und nach verfestig. Auftreten, Statur und die Spannung der Körperlichkeit lassen die unterschiedlichsten Persönlichkeiten lebendig werden. Wie ein Teil der Haut, ein Teil des Körpers ergänzt die Künstlerin auch die Kleidung ihrer Protagonisten, und hin und wieder unterstreicht sie die Oberfläche durch den realen Abdruck eines stofflichen Musters. Letztlich wird die Figur aus Beton oder Kunststoff in einer Negativform gegossen und auch nach diesem Abschluss bleiben noch unverkennbar die Spuren des Arbeitens sichtbar. Das Grau des Materials, die reduziert und punktuell eingesetzten Farbigkeiten machen deutlich, dass nicht die Idee eines Abbilds, einer naturalistischen Darstellung der Menschen im Vordergrund steht, vielmehr soll die direkte Konfrontation des Betrachters individuelle Assoziationen hervorrufen.

In erster Linie sind es Menschen unseres persönlichen Umfelds, die wir glauben anhand einer Pose, der Statur oder der Kleidung wiederzuerkennen. Bei intensiverer Auseinandersetzung sind es jedoch auch die Situationen des Alltags, der Lebensumstände, in denen sich die Menschen befinden, die eine engere Beziehung zu ihnen entstehen lassen. Auf wackligen Kissen zu sitzen, zum Absprung bereit zu sein oder durchzuhängen sind Momente, die hier angesprochen werden und sich in ihrem Gegenüber mit persönlichen Erfahrungen verbinden. Isolation, Einsamkeit wecken nicht nur Erinnerungen an die Zeit der Coronapandemie, sie werfen ebenso Fragen unseres gesellschaftlichen Lebens im Alter oder der Veränderungen durch die zunehmende Digitalisierung auf.

So steht jede der individuellen Gestalten Birgit Feils für eine eigene, eine ganz persönliche Geschichte, die nicht zuletzt der Betrachter in sich trägt und dementsprechend assoziiert. Doch gleichsam sind sie in ihrer Gemeinschaft auch ein Spiegel der Vielfalt unsrer Gesellschaft, die sich in den Figuren, wie im täglichen Leben, aus vielen Blickwinkeln immer wieder neu entdecken lässt.

Begrüßung: Dr. Klaus-Michael Döll
Einführung: Simone Dietz M.A.

Adresse des Ausstellungsorts: Renzstr. 7-9, 67547 Worms
Öffnungszeiten: Sa & So 15:00 – 18:00 Uhr

Begleitveranstaltungen:

Kulturnacht Worms 28. Juni 2025
17:00 Uhr

Rundgang Simone Maria Dietz M.A.

im Kunstverein Worms e.V.

Anmeldung
Kulturnacht Worms 28. Juni 2025
18:00 Uhr

Rundgang Simone Maria Dietz M.A.

im Kunstverein Worms e.V.

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  • Perspekiven – Räume aus Farbe und Stahl

    25.03.2025 bis 27.04.2025

    Mal sind es kleine geheimnisvolle Kabinette, stille Winkel oder ein anderes Mal große prächtige Hallen – der Mensch ist es gewohnt Räume zu betreten, hineinzugehen und sich umzusehen. Auch Kunstwerke können den Betrachter einladen, tiefer hinter die gestalterischen Ebenen zu blicken, neue Perspektiven zu erschließen und somit zunächst gefasste Sichtweisen zu verändern.

    Mit den beiden Künstlern Sandro Vadim und Jürgen Heinz eröffnet die neue künstlerische Leiterin des Kunstverein Worms Simone Maria Dietz eine spannungsreiche Ausstellung, die im wahrsten Sinne des Wortes zur Auseinandersetzung einlädt.

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