Identitätsräume von Sibylle Möndel
Zwischen Realität und Projektion

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Zwischen Realität und Projektion
Vernissage: 13. März 2026 um 18:30 Uhr
14. März 2026 bis 19. April 2026
Die Künstlerin Sibylle Möndel zeigt in der kommenden Ausstellung im Kunstverein Worms Arbeiten, die einen vertieften Einblick in die vielfältigen Auseinandersetzungen mit Natur, Mensch und Technik geben. Jede Werkreihe bildet einen eigenen thematischen und ästhetischen „Identitätsraum“, in dem sich reale Eindrücke, persönliche Reflexionen und imaginäre Projektionen miteinander verschränken. So entstehen Bildwelten, die von organischen Landschaftsformationen bis zu menschlichen Gesten und technologisch inspirierten Strukturen reichen.
Die ausgewählten Arbeiten zeigen, wie Identität in einem Zeitalter permanenter Transformation entsteht: zwischen analoger Erfahrung und digitaler Überformung, zwischen unmittelbarer Wahrnehmung und medial vermittelter Wirklichkeit. In der Gegenüberstellung der Werkreihen entfaltet sich ein vielschichtiges Spannungsfeld, das zum Nachdenken über unsere Beziehung zur Umwelt, über das Selbstbild des Menschen und über die fortschreitende Verschmelzung von natürlicher und technischer Welt anregt.
In der Werkreihe „Identitäten“ steht die Reduktion des Individuums auf die allgegenwärtige Chipkarte im Zentrum. Seit ihrer Patentierung 1969 und bis heute unverzichtbar zur Identifikation bündelt sie persönliche Daten und Berechtigungen – und abstrahiert zugleich den Menschen zu einem codierten Datenträger. Die über Jahre gesammelten Karten werden in einem künstlerischen Transformationsprozess neu definiert. Durch Asche, Pigment, Acryl und Klebstoffe verlieren sie ihre Funktion und visuelle Identität und erscheinen wie archäologische Fragmente einer digitalen Gegenwart: Spuren eines Systems, das Identitäten speichert, formt und anonymisiert. Die Objekte verbinden persönliche Geschichte mit technischer Standardisierung und rücken Fragen nach Identität, Speicherung und Anonymisierung in unserer technisierten Welt in den Fokus.
Zudem präsentiert der Kunstverein Worms im Rahmen dieser eindrücklichen Ausstellung Sibylle Möndels ein neues, spannungsreiches Format:
2 weitere Künstlerinnen, Carmen Stahlschmidt und Lotte Günther, werden sich mit den Ideen und Exponaten Sibylle Möndels auseinandersetzen und bringen eigene Arbeiten in ein spannungsreiches Zwiegespräch. Jeweils für ein Wochenende werden diese direkten „Kunstgespräche“ den eigentlichen Ausstellungscharakter unterbrechen.
Begrüßung: Dr. Klaus-Michael Döll
Einführung: Simone Dietz M.A.
Adresse des Ausstellungsorts: Renzstr. 7-9, 67547 Worms
Öffnungszeiten: Sa & So 15:00 – 18:00 Uhr
Begleitveranstaltungen:
| Kunst im Dialog | 20. März 2026 18:30 Uhr |
Ein Wochenende mit Carmen Stahlschmidt |
Anmeldung |
| Kunst im Dialog | 10. April 2026 18:30 Uhr |
Ein Wochenende mit Lotte Günther |
Anmeldung |
vorherige Ausstellungen
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KRIER und BOLLANSKI im Kunstverein
12.09.2025 bis 19.10.2025
Der in Worms lebende und tätige Künstler Klaus Krier konnte in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiern. Dies nimmt der Kunstverein Worms zum Anlass, um vom 13. September bis 19. Oktober 2025, eine Ausstellung mit Werken Kriers zu präsentieren.
Klaus Krier lädt die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung zur Beschäftigung mit Gemälden und Zeichnungen ein, die um ein zentrales Thema seiner künstlerischen Arbeit kreisen und das er mit „Ecce homo – Sehet den Menschen“ betitelt.
Ergänzend zeigt die Ausstellung Arbeiten, die sich dem Bereich der sogenannten angewandten Grafik zuordnen lassen. Es ist eine Auswahl zu sehen, die von Klaus Krier in einer bislang nahezu 30-jährigen Zusammenarbeit mit seinem Freund und Kollegen Richard Schimanski erarbeitet wurden. Hier reicht das Spektrum von Plakaten, über Erscheinungsbilder bis hin zu ausgewählten Kunstprojekten für den öffentlichen Raum. -

Akteure ohne Scheinwerfer
28.06.2025 bis 10.08.2025
Sie stehen auf einer Bühne, der Bühne des Lebens. Wie herausgelöst aus einer alltäglichen Situation verharren sie mitten im Moment ihres Tuns, ihres Denkens. In den Figuren der Künstlerin Birgit Feil finden sich all jene wieder, denen man Tag für Tag auf der Straße begegnet, die ihre unzähligen Geschichten in sich tragen und diese in Ihrer Gestik, in ihrer Mimik widerspiegeln. Ganz ohne Pathos sind sie „Akteure ohne Scheinwerfer“.
Anfänglich, beim Beginn dieser intensiven Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur waren es immer wieder Begegnungen, in Cafés, in der Straßenbahn, auf dem Wochenmarkt, die der Künstlerin in Erinnerung blieben oder die sie in Fotografien …




